En Svensk Klassiker
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Aktuelle Neuigkeiten

30.09.2013 - En svensk klassiker-Diplom und Medaille

28.09.2013 - Lidingöloppet

20.09.2013 - Generalprobe Wittenbergen

15.09.2013 - Airport Race

01.09.2013 - Blankeneser Heldenlauf

25.08.2013 - Vattenfall Cyclassics

04.08.2013 - Tombola zugunsten der Stiftung Mittagskinder

Matthias Gaus (Allianz Agentur Matthias Gaus), Susann Grünwald (Stiftung Mittagskinder), Martin Medler (Netzfokus GmbH) bei der Scheckübergabe

07.07.2013 - Vansbrosimningen

23.06.2013 - 4 km-Schwimmtraining Brahm-/Wardersee

Am 23.06.2013 haben wir eine Trainingseinheit für unsere anstehende Klassikerveranstaltung „Vansbrosimningen“ am Brahm- und Wardersee bei Rendsburg absolviert. Bei ungemütlichen äußeren Witterungsbedingungen, jedoch auszuhaltender Wassertemperatur starteten wir Sonntagmittag auf unsere knapp 4 Kilometer Trainingsstrecke.

Wir stiegen bei Wind und knapp 14 Grad Celsius Lufttemperatur beim Bootsverleih am Brahmsee in Langwedel in das Wasser. Uns blies der Wind anfangs relativ mäßig entgegen. Um 12:30 Uhr starteten wir mit den ersten Zügen. Meine Frau trug einen geliehenen Neoprenanzug, ich einen dünnen Triathlonanzug. Das Wasser war relativ kühl. Wir waren keine 10 Minuten unterwegs als der Wind deutlich zunahm, starke Böen aufkamen und 20-30 cm Wellen entstanden. Ich tauchte durch die Wellen durch, meine Frau bahnte sich rückwärts schwimmend ihren Weg. Als ob es nicht unangenehm genug war, begann es dann auch noch einige Minuten lang zu regnen. Die Regentropfen fühlten sich wie Nadelstiche im Gesicht an. Meine Frau klagte über Atemschwierigkeiten, weil der Neoprenanzug ihr die Luft nahm. Denncoh erreichten wir nach 1:15 h und ca. 2 km den Übergang vom Brahmsee in den Wardersee. Der Wind kam nun von der Seite und wir gingen in den zweiten Teil der Strecke. Unermüdlich setzten wir unser Training fort während die Sonne immer mehr herauskam. Nach insgesamt 2:30 h gingen wir am Ende des Wardersees in Warder an Land und hatten 4 km in den Beinen. Mit der Gewissheit, dass wir auch bei widrigen Witterungsbedingungen die 3 km in Vansbro absolvieren können, schlossen wir unser Training ab.

16.06.2013 - Nach dem Rennen

14./15.06.2013 - Vätternrunde (300 Kilometer)

13.06.2013 - Wellness-Tag

12.06.2013 - Takernsee-Trainingsfahrt (50 Kilometer)

11.06.2013 - Omberg-Trainingsfahrt (50 Kilometer) & Vadstena

Um den Muskelkater ein wenig aus den Beinen zu fahren und die Muskeln in Bewegung zu halten, planten wir eine Tour mit dem Fahrrad von unserem Hotel aus. Wir waren uns schnell einig, dass wir ca. 2 Stunden und somit um die 50 Kilometer als Trainingsausfahrt anpeilten. Die Route wurde am Laptop geplant und auf das GPS-Gerät übertragen. Wir suchten uns den schönsten Teil der Halvvättern am Omberg aus, den wir ein weiteres Mal und diesmal ohne Zeitdruck angehen wollten. Das Wetter und der Vätternsee zeigten sich von ihrer schönsten Seite und wir konnten die Highlights dieser Tour noch besser genießen als am Vortag.
Den Nachmittag verbrachten wir im Zentrum Vadstenas. Eine ansehnliche kleine Stadt mit einem beeindruckenden Schloss, einer großen Klosteranlage sowie einer zum Bummeln einladenden Fußgängerzone. Zusammen mit der fantastischen Wasserlage und den tollen Blicken, die man immer wieder auf den Vätternsee bekommt, auf jeden Fall ein Besuch wert.

10.06.2013 - Jonköping

Der Montag stand im Zeichen der Regeneration. Nach gemütlichem Frühstück beschlossen wir einen Ausflug an die Südspitze des Vätternsee nach Jönköping. Wir schlossen den Fahrradträger an der Regenrinne des Hotels an und machten uns mit dem Auto auf den Weg. Wir absolvierten einen ausgiebigen Stadtbummel und erkundeten die Innenstadt zu Fuß. Angefangen von den Einkaufsmeilen bis hin zur Strandpromenade legten wir einige Meter zurück.
Als nächstes Ziel hatten wir uns ein Ziel ausgesucht, das wir aus 2008 bereits kannten. Als ich damals das erste Mal die Vätternrunde in Angriff nahm, kam ich nachts an einem Schild Fischräucherei vorbei. Ich merkte mir die Stelle und ein paar Tage später fuhren wir damals mit dem Auto hin und wurden mit hervorragenden Fischspezialitäten belohnt. Diese Fischräucherei suchten wir nun fünf Jahre später erneut auf und besorgten uns frisch geräucherten Lachs für das Abendessen.

09.06.2013 - Halvvättern (150 Kilometer)

08.06.2013 - Ankunft in Motala & Tjejvättern

Wir reisten nach einem fantastischen Frühstück weiter nach Motala und erreichten unser Ziel bei traumhaften Wetter. Die letzten Teilnehmerinnen der Tjejvättern, einer 100 km-Radveranstaltung ausschließlich für Frauen, fuhren in das Ziel ein und freuten sich zum Teil euphorisch über die erzielte Leistung. Wir konnten unzählige Teilnehmerinnen beobachten, denen man es aufgrund ihres Alters oder ihrer Körperkonstitution nicht auf den ersten Blick angesehen hätte, dass sie in der Lage sind eine solche fantastische Leistung zu erzielen. Aus unserer Sicht ist diese Radsportveranstaltung nur für Frauen eine ganz tolle Sache, die in Deutschland noch wesentlich stärker aufgegriffen werden sollte. Auf diese Weise gelingt es Frauen für den Sport und eine außergewöhnliche persönliche Herausforderung zu begeistern, die sich in einem männerdominierten Feld nicht zu einer Teilnahme durchringen würden. Chapeau vor den gezeigten Leistungen!
Wir erledigten mit der Abholung unserer Startunterlagen unsere organisatorischen Pflichten für den Folgetag, an dem unsere Vorbereitungsveranstaltung Halvvättern anstand. Anschließend bezogen wir unsere Unterkunft für die kommenden Tage. Wir nutzten unsere Erfahrung vorhergehender Hotelaufenthalte und verbanden unsere beiden Einzelbetten mit Kabelstrapsen miteinander. Insbesondere in Schweden ein von uns geübtes Prozedere, um die nächtliche Abstoßung der Betten und die gefährlichen Stürze durch den Bettendrift und die dadurch entstehende und stetig größer werdende Bettenspalte zu vermeiden. Das Hotel Starby in Vadstena ist für uns ein hervorragender Ausgangspunkt für die Halvvätternrunde, Vätternrunde sowie unsere Vorbereitung auf die einzelnen Veranstaltungen. Abseits des Trubels, verkehrsgünstig gelegen sowie malerisch in der Nähe des Sees haben wir eine optimale Location bezogen. Aufgrund der frühen Startzeit am nächsten Morgen beschlossen wir wiederum im Hotelzimmer zu essen und nutzten die Einkaufsmöglichkeiten des Supermarktes auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Nebenbei präparierten wir unsere Fahrräder sowie unsere weiterhin benötigten Utensilien wie Trikots, Radhose, Schuhe, Helme, Handschuhe etc. für den nächsten Tag.

Das Abenteuer „Ein schwedischer Klassiker“ Teil 2 beginnt. Am Freitag, den 07. Juni brachen wir gen Norden auf. Unsere erste Zwischenstation war Malmö. Direkt hinter der dänisch-schwedischen Grenze am Ende der Öresundbrücke, die Kopenhagen und Malmö verbindet, haben wir unsere Übernachtung für die Weiterfahrt am nächsten Tag gewählt. In einem großen Hotelbunker erholten wir uns von unserer ersten Reiseetappe und bekamen dort bereits einen Vorgeschmack auf die Vätternrunde in der darauffolgenden Woche. Traditionell feiern die Schweden ihren Schulabschluss mit einer sogenannten Studentenmütze, die im Aussehen einer Kapitänsmütze ähnelt. Während der nächtlichen Durchfahrt im Rahmen der Vätternrunde in Jonköping sind zahlreiche Schulabsolventen feiernd auf den Straßen zu beobachten. In Malmö bevölkerten viele laut feiernde Schüler unser Hotel und ließen uns an ihrer Freude von Abends um 20 Uhr bis tief in die Nacht gegen 04:30 Uhr teilhaben. Wir versorgten uns im nahegelegenen Supermarkt mit unserem Abendessen und bekamen nur sporadisch etwas von den partyfesten Hotelgästen mit.

Offtopic: Champions League Finale 2013 in London - Dortmund vs. München

Trainingslager am Bistensee 10.-12. Mai 2013

Nach einer Erholungspause, in der wir unseren Trainingsumfang erheblich reduzierten, ehrlich gesagt, in der insbesondere ich die Intensität meines Trainings nach unserem Frankreich-Aufenthalt stark zurückgefahren habe, gehen wir in die finale Vorbereitungsphase unseren zweiten Klassiker-Wettkampfs. Ein dreitägiger kulinarischer Ausflug in das Seehotel Töpferhaus in Alt-Duvenstedt, direkt am Bistensee gelegen, bildete den Ausgangspunkt unserer Ausfahrten.

Freitag, 10. Mai 2013
Wir begannen unsere erste Trainingsfahrt in Warder. Über Altmühlendorf fuhren wir über Ellerdorf nach Nortorf. An Gnutz vorbei durchquerten wir Nindorf, Luhnstedt, Stafstedt, Legan, Hamweddel ehe wir an km 37 in Breiholz auf den Nord-Ostsee-Kanal trafen. Ein Feuerwerk des Frühlings erwartete uns auf unserem Weg. Neben unzähligen blühenden Rapsfeldern konnten wir in den Wiesen, Bäumen und Sträuchern eine Vielfalt von Grüntonen erfahren, die vom kraftvollen Ausbruch der Pflanzenwelt aus ihrem Winterschlaf zeugte. Die folgenden 12 km legten wir direkt am Kanal zurück ehe wir hinter Osterrönfeld dem Verlauf der A210 entlang radelten. Im Angesicht einiger riesiger Containerschiffe sowie unzähliger kleinerer Segelboote fuhren wir auf verkehrsarmen Straßen durch Wiesen und Felder. Wir passierten Schülldorf, Ostenfeld, Bovenau und Bredenbek. Bei km 72 erreichten wir Achterwehr, von wo aus wir in Richtung Westensee abbogen. Die letzten 18 km unserer Tagesetappe fuhren wir über Felde nach Westensee, passierten den Westenseer Berg. Der Westenseer Berg war geplant die letzte hügelige Herausforderung auf dem Weg zu unserem Ausgangspunkt zurück. Kurzentschlossen entschied ich mich jedoch für einen kurzen Schlenker über Deutsch-Nienhof, um ein paar kleine zusätzliche Höhenmeter mitzunehmen. Nur unter lautstarkem Protest meiner Frau fuhr sie mir hinterher, doch auf die unzertrennliche Sogwirkung meines Windschattens kann ich mich auch in solchen Situationen verlassen. Wir fuhren durch Blocksdorf bevor wir nach 90 km und immerhin doch knapp 500 Höhenmetern zu unserem Ausgangspunkt in Warder zurückkehrten. Die anschließende Anreise zu unserem Hotel war sehr angenehm und die Autositze boten für unsere Hinterteile eine willkommene Abwechslung nach der Radtour.

Nach dieser sehr schönen Trainingsfahrt erwartete uns die erste Etappe unserer kulinarischen Hochgenüsse. Ein 3-Gang-Menü im Restaurant Pesel des Töpferhauses stand auf unserem Programm. Die Liebe zu hervorragendem Essen wurde an diesem Abend erfüllt. Nach einer Vorspeise aus Vierländer Tomaten mit Büffelmozzarella genossen wir zum Hauptgang gebratenen Bio Lachs auf Limonenrisotto und krönten diesen Abend mit einer Crème Brûllée von der Vanille mit Eis vom grünen Apfel. Ein Grauburgunder (2011) Qba Sonett, Weingut Joachim Heger Baden, Deutschland sowie ein Cuvée du Bailly Rosé (2011) Chateau Minuty, Côtes de Provence, Frankreich, bildeten die Getränkebegleitung für unsere Speisen.

Eine humorvolle Darbietung konnten wir am Nachbartisch während unseres Essens im Restaurant Pesel verfolgen. Ein älteres Ehepaar, beide um die 60 Jahre, saß in unserem Rücken und aß das gleiche Menü wie wir. Wir konnten wortreich verfolgen wie die Frau die gesamte Zeit den Verlauf des Abends lautstark und kaum weghörbar kommentierte. Er war ein sehr ruhiger Mensch. Seine Gesprächsbeiträge beschränkten sich auf Einwort- maximal Einsatzantworten. Wer „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling gelesen hat, konnte gewisse Parallelen zu den Protagonisten Schnabbel und Bock aus dem Buch an unserem Nachbartisch wiederfinden. Den Einstieg in das Schauspiel hatten wir nachdem Sie Ihre Weinauswahl ausführlich ausführte. Ein Auszug: „Der schmeckt nach Barrique“ begann sie. „Das ist nicht der italienische Wein, das ist der spanische Wein.“, führte Sie fort. „Ich mag den Barriquegeschmack nicht. Aus dem Grund habe ich extra den italienischen Wein bestellt und nicht den spanischen.“ Wortlos ließ der Mann die Tiraden über den Wein über sich ergehen. Es brodelte weiter in ihr und es brodelte aus ihr heraus. Nach endlosen Minuten der ständigen Wiederholung des Sachverhalts mit leicht abgewandelten Sätzen wandte Sie sich schließlich an einen der Kellner. „Kann es sein, dass Sie sich bei meinem Wein geirrt haben? Der schmeckt nach Barrique. Ich mag kein Barrique. Das ist der Spanier und nicht der Italiener. Das schmecke ich. Das mag ich nämlich nicht“ feuerte sie ihr Wortgewitter ab. Professionell und freundlich nahm der Kellner das Anliegen der Frau entgegen. Er kehrte mit einem neuen Glas Wein und der Flasche des eindeutig italienischen Weins, den sie bestellt hatte an den Tisch zurück. Sie probierte den Wein und musste kleinlaut eingestehen, dass es sich um den gleichen Wein wie in ihrem ersten Glas handelte. „Da habe ich nicht richtig aufgepasst“ sagte sie zu ihrem Mann als die beiden wieder alleine waren. Mehrere Angebote einen alternativen Wein im Austausch zu erhalten, um ihren Fauxpas auszumerzen, lehnte sie ab, nicht ohne jedoch ihren sich selbst bemitleidenden Wortschwall über das Missgeschick bei der Weinauswahl auszuschlachten. Nach einer kurzen Pause führte sie aus, wie gut sie sich doch in der Welt des Essens und Trinkens auskennen würde. Ihr Mann schloss diese Episode ab, indem er erstmals ein paar Wort zu ihrem Monolog beisteuerte. Trocken und emotionslos kommentierte er ihre selbsternannte Expertise mit den Worten „Nur einen Rotwein aus der Karte auswählen kannst du nicht.“

Samstag, 11. Mai 2013

Gestärkt von den kulinarischen Köstlichkeiten des Vorabends planten wir für den Samstag eine größere Runde durch Deutschlands Norden. Ausgehend von Alt Duvenstedt stand eine Runde in Richtung Flensburg und wieder zurück auf dem Programm. Angereichert mir ein paar Aufs und Abs in den Hüttener Bergen sollten es geplant ca. 120 km an diesem Tag werden. Direkt aus dem Hotel fuhren wir mit den von den Anstrengungen des Vortags gezeichneten Beinen die ersten Kilometer am Bistensee entlang mit direktem Kurs auf Ascheffel. Die Müdigkeit und Leere in unseren Oberschenkeln war deutlich zu spüren und der Auftakt war offensichtlich anstrengender als gedacht. Wir passierten auf nahezu menschenleeren Straßen den Aschberg und eine Region, die Tirol heißt. Die malerische Landschaft erinnerte zwar eher an das Voralpenland, doch Tirol ist gemessen an den Erhebungen Schleswig-Holsteins schon fast hochalpin. Die verkehrsarmen Straßen begleiteten uns nahezu über den gesamten Tag und waren hervorragende Rahmenbedingungen für eine fantastische Tour. Wir genossen von den kleineren Erhebungen viele traumhafte Blicke über das weite Land, blühende Landschaften im wahrsten Sinne des Wortes, und durchquerten ursprüngliche Bauerndörfer. Über Fleckeby erreichen wir die Fähre von Missunde. Nach 45 Kilometern haben wir Süderbrarup erreicht und folgen der Straße in Richtung Sörup, Husby und sind 35 km später in Glücksburg. In unmittelbarer Nähe des Wasserschlosses suchen wir uns unseren Weg direkt an der Ostsee nach Flensburg. Kurz hinter Glücksburg ereignete uns ein Klassiker des Radsports. Ich fuhr vorweg und erreichte eine breite Landstraße während meine Frau mir mit geringem Abstand folgte. Verunsichert durch ein Radfahrer-Verboten-Schild in der Gegenrichtung kam ich spontan zum Stillstand. Ich hörte nur ein lautes Fluchen und Scheppern als meine Frau aus dem Stand scheinbar in Zeitlupe mit ihren Klickpedalen zur Seite umfiel. Ein aufgeschlagenes Knie und eine Schramme am Oberschenkel waren das Souvenir für diese ungeplante Einlage. Durch das Gewirr der Stadt kennzeichnet das ständige Stop and Go unseren Weg durch die Stadt an der Förde. Nach 90 km haben wir unseren nördlichsten Punkt der Strecke erreicht und bahnen uns unseren Weg auf direktem Weg nach Süden zu unserem Ausgangspunkt. Der für den Tag angekündigte Regen hatte uns bislang verschont, doch kurz hinter Flensburg öffnete der Himmel seine Schleusen. Die folgenden Stationen auf unserer Tour sind Oeversee, Schleswig und Brekendorf. Über Ahlefeld erreichen wir nach ca. 148 km, knapp 8 Stunden und 1.000 Höhenmetern wieder das Seehotel Töpferhaus.

Das kulinarische Feuerwerk des Vortags wurde nach unserer Tour im Gourmetrestaurant Töpferhaus nochmals erheblich gesteigert. Für den Abend war ein 5-Gänge-Menü für uns vorgesehen und die Zusammenstellung bot eine Vielzahl hervorragender Gaumenfreuden. Noch bevor wir den ersten Gang erreichten, wurden wir mit einigen Vorboten der handwerklichen Meisterleistungen verwöhnt. Den Auftakt bildete eine raffiniert zubereitete Auster, gefolgt von einer Brotauswahl des Traditionsbäckers Jochen Gaues aus Hannover, der u.a. Lieferant des Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff war. Zwei weitere Gänge bestehend aus einem Goldenen Ei gefüllt mit Zweierlei vom Blumenkohl sowie einem Lachswürfel mit Olivenölmousse waren der Abschluss unseres kulinarischen Vorspiels. Nun begann das eigentliche Menü. Gang für Gang verharrten die Speisen auf höchstem Niveau. Neben den in der Menükarte aufgeführten Gerichten wurde uns zwischen dem vierten und fünften Gang eine Wilderbeere mit Waldmeister, Rosé-Champagner sowie Blattgold gereicht.

5-Gang-Menü im Restaurant Töpferhaus
1. Gang: Tatar vom Rind – Belper Knolle – Oktopus – Estragon - Apfel
2. Gang: Eintopf – Flusskrebse – Bronzefenchel – Orange – Rettich – Muscheln
3. Gang: Essenz vom Ochsenschwanz – Langostinos – Rote Beete – Kaviar
4. Gang: US-Beef – Erbsen – Junge Beete – Kohlrabi – Tiroler Speck
5. Gang: Granny Smith – Estragon-Eis – Espuma

Zum abschließenden Espresso erhielten wir selbstgemachte Pralinen gereicht. Im Anschluss an die Reise durch die verschiedenen Gaumenfreuden kam Küchenchef Oliver Pfahler an unseren Tisch und beantwortete geduldig unsere Fragen. Als gebürtiger Münchener war die gemeinsame bayerische Vergangenheit zwischen meiner Frau und ihm gefunden und er erzählte begeistert von seinen süddeutschen Wurzeln. Nach insgesamt knapp vier Stunden beendeten wir den Abend und ruhten uns für den Anstrengungen des Tages aus. Nach einem tollen Frühstück am kommenden Morgen beendeten wir unser kurzes Trainingslager und kehrten nach Hause zurück.

04.04.2013 - Villefranche de Conflent (Ruhetag)

03.04.2013 - Étang de Canet

02.04.2013 - Frankreich-Spanien-Tour

01.04.2013 - Tomaten & Perthus (Ruhetag)

31.03.2013 - Pic de Neulos

30.03.2013 - Sigean & Leucate

29.03.2013 - Sorède-Tour II

28.03.2013 - Perthus (Ruhetag)

27.03.2013 - Barcelona (Ruhetag)

26.03.2013 - Tour de Madeloc

25.03.2013 - Sorède-Tour

24.03.2013 - Col Xatard

Trainingslager in Frankreich 23.03.-05.04.2013

Post vom FC Barcelona

Am 09. März erreichte uns Post aus Spanien. Auf meine Anfrage beim FC Barcelona, ob dieser uns etwas für unsere Versteigerung zur Verfügung stellen könnte, erhielten wir heute einen signierten Wimpel des Vereins mit den Unterschriften der ersten Fußball-Mannschaft. Ein echtes Highlight für Fußballliebhaber. Vielen Dank dem FC Barcelona und allen die uns tatkräftig unterstützen!

Trainingsauftakt beim VfL Pinneberg

Am 23. Februar war für uns Trainingsauftakt beim VfL Pinneberg. Lars hat uns hervorragend einen Überblick über das Kursangebot des VfL Pinneberg gegeben und uns durch den umfangreichen Gerätepark geführt. Nachdem
wir unsere Trainingsziele besprochen haben, begannen wir unverzüglich mit den ersten praktischen Erfahrungen. Als erstes Stand 10 Minuten Warmfahren auf den Fahrrädern auf dem Programm. Anschließend versuchten wir uns an den unterschiedlichsten Geräten, um die Muskulatur auf für die langen Trainings- und Wettkampfstrecken vorzubereiten. Neben klassischen Geräten wie Beinpresse und Butterfly lernten wir weitere Übungen für den Schlingentrainer kennen. Alles in allem ein toller Ausflug in die Fitnesswelt und die Erkenntnis, dass wir zwar den ersten Wettkampf hinter uns gebracht haben, aber wir noch am Anfang unseres Weges stehen.

Engelbrektsloppet - Erste Hürde gemeistert

Die Voraussetzungen für den Erfolg unseres Vorhabens die 60 km-Langlauf bei der Engelbrektsloppet zu absolvieren, waren nicht gerade so, dass man davon ausgehen konnte, dass wir diese Aufgabe bewältigen würden. Die Langlaufskier waren gerade einmal zwei Monate alt und unsere Trainingskilometer lagen in Summe nur knapp über der zu bewältigenden Wettkampfstrecke. Wir haben uns dieser Herausforderung dennoch gestellt und sind stolz die erste Disziplin der schwedischen Klassiker erfolgreich absolviert zu haben. Einen ausführlichen Bericht unseres Ausflugs in den Langlaufsport finden Sie hier. Allgemeine Infos zur Engelbrektsloppet sowie eine Beschreibung des Streckenverlaufs inklusive Karte und Höhenprofil finden Sie hier. Unser Rezept zum Event "Haferflockenbrei auf schwedische Art" können Sie hier finden.

Countdown zur Engelbrektsloppet

Der Countdown läuft. Gerade einmal 7 Tage sind es noch bevor wir zu unserem ersten Wettkampf der Schwedischen Klassiker starten. Die Anspannung steigt und die Vorbereitungen für unsere erste Reise haben begonnen. Die Ungewissheit, ob wir in der Lage sein werden die 60 km auf Langlaufskiern zu bewältigen, ist stets präsent. Sollten wir die Engelbrektsloppet nicht zu Ende bringen können, scheitert jedoch nicht zwangsläufig unser Gesamtprojekt. Unser Sicherheitsnetz ist die Reihenfolge der Veranstaltungen. Bei dem schwedischen Klassiker geht es darum die vier Veranstaltungen innerhalb von 12 Monaten zu absolvieren. Sollte wir also beim ersten nicht erfolgreich sein, wiederholen wir unsere Teilnahme und hängen es hinten dran. Eine Option, doch unser Ziel als Finisher aus Norberg zurückzukehren ist das eigentliche Ziel.

Erster Erfolg

Zurück zum Ursprung unseres Projektes gibt es die ersten Erfolge zu vermelden: Die ersten 10 Kg sind passé. Die Früchte des begonnen Trainings sowie der Ernährungsanpassungen zeigen die gewünschte Wirkung und sind ein optimaler Anfang für unsere vor uns liegenden Herausforderungen.

Urlaub und Training am Weißenhäuser Strand 25.01.-29.01.

Urlaub und ein bisschen Laufen standen für die vier Tage an der Ostsee auf dem Programm. Wir haben den Weißenhäuser Strand dafür ausgewählt. Die Witterungsbedinungen waren für Outdooraktivitäten alles andere als ideal. Schnee, Regen und Wind zum Teil verbunden mit eisigen Temperaturen trafen wir an unserem Zielort an. Wir nutzten das schlechte Wetter zum Baden oder um uns die exotischen Tiere im Dschungelland anzuschauen.
Zwei Laufeinheiten konnten wir dennoch absolvieren. Am ersten Tag fanden wir eine landschaftlich sehr schöne Strecke in Sichtweite des Meeres, die uns am Deich entlang über den Strand bis hin zu einer Steilküste führte. So summierte sich unser sportlicher Ausflug letztlich auf insgesamt 10 km. Unser zweiter Lauf drohte fast schon auf den ersten Metern zu scheitern. Es hatte geregnet und die Wege waren spiegelglatt. Jeder Versuch sich auf den Wegen unfallfrei vorwärts zu bewegen war äußerst schwierig. Wären wir nach einigem Hin und Her auf dem rutschigen Untergrund nicht irgendwann am Sandstrand gelandet, wäre es bei einem Lauf geblieben. So liefen wir einmal vom einen Ende des Strands bis zum anderen und lernten die Schwierigkeiten kennen sich im Sand fortzubewegen. Es war auf dem nachgiebigen Untergrund deutlich anstrengender als auf Teer oder Waldboden und die Beanspruchung des kompletten Bewegungsapparates war wesentlich intensiver. Am Ende hatten wir knapp 8 km auf der Uhr und können auf einen wunderschönen Lauf am Ostseestrand zurückblicken.

Harz-Trainingslager 18.01.-20.01.2013

Nachdem unsere letzten beiden geplanten Trainingscamps wegen Schneemangel ins Wasser gefallen sind, hatten wir dieses Mal zumindest die Chance auf ein bißchen Schnee, aber mindestens doch auf Ausdauersport durch Waldläufe. Also fuhren wir guten Mutes Freitag abend wieder Richtung Harz und wurden dann auch durch dick verschneite Tannen vor unserem Hotel in Winterstimmung versetzt. Die 5 cm Schnee reichten nur noch nicht für Loipen !! Laut Internet war nicht eine Loipe im Harz gespurt. Wir beschlossen aufgrund fachkundiger Tipps unseres Langlauflehrers aus Balderschwang, Uwe, am nächsten Morgen im Biathlontrainingszentrum in Sonnenberg eine Loipe zu finden und unsere Suche wurde tatsächlich belohnt. Es war zwar keine Traumloipe wie in Balderschwang, doch wir konnten endlich eine lange Trainingseinheit über 35 km absolvieren, die uns durch eine abwechslungsreiche Harzer Landschaft mit viel hügeligem Gelände führte.  Da wir fünf Stunden ohne Essen und Trinken unterwegs waren, hatten wir vor allem einen Riesendurst, als wir wieder zurück waren und beschlossen spontan, in Schweden auf ausreichend Energiezufuhr zu achten. Schließlich hatten wir nur knapp mehr als die Hälfte hinter uns gebracht und waren schon fix und fertig! Nach einem schnellen Abendessen waren wir an diesem Abend fix und fertig.

Am nächsten Tag liefen wir nochmal eine kleine 14 km-Runde im Ostharz, in der Langlaufarena Bodetal, wo uns die Loipe wieder viel durch Wald führt und aufgrund der schlechten Verhältnisse unseren Skibelag ruinierte. Sehr ärgerlich. Aber es lief sich angesichts des Vortages erstaunlich gut und ließ uns hochmotiviert, das unsere Trainings nicht vollkommen umsonst waren, wieder zurück nach Hause aufbrechen.

Harz-Trainingslager 11.01.-13.01.2013

Geplant hatten wir für unser erstes Harz-Wochenende
Schneemassen, um unsere Langlaufvorbereitung fortzusetzen. Was wir antrafen,
war zwar eine wunderschöne Winterlandschaft, doch für den Wintersportler
gänzlich ungeeignet. Die wenigen Zentimeter Schnee waren leider nur hübsch
anzuschauen. Wir nutzten die Minusgerade also um uns an die Temperaturen zu
gewöhnen, die uns bei unserem Langlaufevent in Schweden erwarten werden. Wir
machten uns also auf den Weg auf das Dach Niedersachsens und marschierten an den
Brockenwegschanzen vorbei auf den Wurmberg. Angekommen auf dem höchsten Gipfel
Niedersachsens und somit dem zweithöchsten Berg des Harzes liefen wir Menschenmassen
über den Weg, die sich für den gemütlichen Aufstieg per Gondel entschieden
hatten. So verharrten wir nur kurz auf dem Plateau und begannen den Abstieg auf
den vereisten Treppen an der Seite des Aufsprunghügels der Wurmbergschanze. Mit
Schwimmen rundeten wir unser Alternativprogramm im Harz ab und machten nicht
den erhofften, aber dennoch einen weiteren Schritt in Richtung Norberg.

Balderschwang 29.12.-31.12.2012

Unsere erste Langlaufeinheit mit unseren neuen Skiern startete am wunderschönen sonnigen Morgen des 29.12. in Balderschwang. Traumhafte Loipen, abwechslungsreiche Landschaften, gefühlt nur Profis in den Loipen unterwegs und mittendrin zwei Anfänger, die vor knapp 10 Jahren das letzte Mal auf Langlaufskiern standen:  wir!  Allein die Bekleidung der anderen Läufer lies uns rätseln, ob das nicht gerade eben Weltklasseathleten waren, die uns da überholt haben. Aber wir ließen uns nicht beirren und liefen tapfer weiter. Nach der ersten Stunde stellten wir fest: wir sind zu langsam um den Engelbrektsloppet in dem vorgegebenen Zeitfenster zu absolvieren. Wir legten die ersten 16,5 km zurück und entwickelten ein wenig Schneefeeling. Obwohl es sich gar nicht so schlecht angefühlt hatte. Fazit: ein Lehrer muss her!

So vereinbarten wir für den nächsten Tag eine Stunde mit Uwe. Er zeigte uns einige wirklich wertvolle Tricks und gab uns ließ  uns von seinen Erfahrungen profitieren wie wir unseren Fahrstil verbessern. Dann ging es ans Üben, legten die nächsten 17 Trainingskilometer zurück und es zeigte sich, dass Uwe uns wirklich schon gut helfen konnte. Danke Uwe! Nur schneller waren wir nicht wirklich.

Sylvester zogen wir zu unserer dritten Trainingseinheit los und liefen unsere bislang längste Runde mit einer Dauer von drei Stunden und knappen 20 km. Aufgrund extrem vereister Loipen hatten wir einige schwierige Stellen zu meistern und unsere Abfahrten waren über 40 km/h schnell.  Was wir beide dann auch schmerzhaft in einer Bodenwelle zu spüren bekamen. Es waren drei sehr lehrreiche Langlaufabenteuer bei herrlichem Winterwetter mit beeindruckenden Landschaftbildern und wir haben Freundschaft geschlossen mit unseren Skiern.

Erste Langlauferfahrungen 2003

Der Grundstein unseres Langlaufinteresses wurde vor knapp
zehn Jahren gelegt. Im Skiurlaub in Geilo, Norwegen, hatten wir eine Hütte
direkt an der Langlaufloipe und so liehen wir uns völlig unbedarft Langlaufausrüstungen,
um die ersten Meter in den Loipen zurückzulegen. So einfach wie das ganze aus
der Entfernung aussah war es mit dem Langlaufen aber nicht. Statt Langlaufen
waren unsere ersten Versuche eher ein Langfallen. Die Langlauflatten waren für
unsere Fähigkeiten zu dünn, um den schnellen Erfolg zu erzielen. Nachdem wir uns
die ersten Meter unfallfrei fortbewegen konnten wartete die wesentlich größere
Herausforderung auf uns. Während das
Bergauflaufen ganz passabel funktionierte, warteten anschließend unvermeidlich auch
Abfahrten auf uns. In ein paar Tagen lernten wir jedoch Stück für Stück die
Beherrschung über das Sportgerät zu übernehmen und die erste Begeisterung für
den Langlaufsport war entfacht.

Sponsoren finden

Nachdem wir für die Wettkämpfe angemeldet waren und die Entscheidung, das Unternehmen unter einen guten Zweck zu stellen gefallen war, versuchten wir Sponsoren für unsere Vorhaben zu finden. Dabei hofften wir auf Unterstützung sowohl im Ausrüstungs- als auch im Trainingsbereich. Zwischen Arbeit und Training verschwand mein Mann nun stundenlang hinter dem Rechner, um unzählige Anfragen in die ganze Welt zu versenden, nur unterbrochen von Jubelschreien, falls wir eine positive Rückmeldung erhielten. Auch der Postbote wurde unser Freund, da er uns die Vorfreude, auf die bevorstehende „heiße Phase“ verkürzt. Aus aller Welt kommen Pakete und Päckchen, gefüllt mit tollen Trainingsartikeln und Versteigerungsobjekten. Dafür an dieser Stelle schon mal ein herzliches Dankeschön für die spontane Hilfsbereitschaft unserer Partner!  

Für einen guten Zweck

Nachdem wir unsere ersten Trainingseinheiten zum bevorstehenden Skilanglaufwettkampf absolviert hatten, ist uns, wie schon bei den letztjährigen, langen Rennradtouren wieder einmal aufgefallen, wie wichtig es ist, sich ausreichend und vor allem sinnvoll zu ernähren. Ohne guten Kraftstoff bringt der Körper keine Leistung, und es gewinnt der, der am Ende „die meisten Körner übrig hat“.

Es war ein kleiner Schritt unser Projekt auch dafür zu nutzen einen guten Zweck zu unterstützen. Mit der Stiftung Mittagskinder haben wir uns für ein Vorhaben entschieden, dass sich für sozial benachteiligte Kinder einsetzt. Weitere Informationen dazu sind unter der Rubrik Partner oder direkt auf www.stiftung-mittagskinder.de
zu finden. Bereits kurz nachdem wir beschlossen haben, einen guten Zweck zu unterstützen, haben wir zahlreiche attraktive Spenden wie signierte Trikots von Sportvereinen und Einzelsportlern erhalten und erweitern diese Sammlung Tag für Tag. Wir freuen uns über jede weitere Spende, die wir im Laufe unseres Projektes
höchstbietend versteigern können. Je mehr wir einnehmen, umso besser für die Kinder.

Die Stiftung Mittagskinder kümmert sich um sozial benachteiligte Kinder von fünf bis elf
Jahren in Hamburg, damit sie bessere Chancen für ihren Weg ins Leben erhalten. Soziale Benachteiligung grenzt aus, von Bildung und von der Teilnahme am geschaftlichen und öffentlichen Leben. Das erfahren viele Kinder schmerzlich. Deshalb setzt die Stiftung Mittagskinder bei ihrer Förderung auf Hausaufgabenhilfe und
Bildungsimpulse, die Türen für ein selbstbestimmtes, verantwortungsbewusstes Leben öffnen können: beispielsweise durch Zugang zu Büchern, Musik, Theater, Sport und Natur. Viele Kinder, die in den Kindertreffs der Stiftung Mittagskinder durch sozialpädagogische Fachkräfte unentgeltlich betreut werden, kommen aus Zuwandererfamilien. Auch hier leistet die Stiftung Mittagskinder einen wertvollen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration.

Trainingsauftakt

Die ersten Wochen des Trainings waren geprägt von einem wesentlichen Erfolgsfaktor: Konsequenz. Das
Ziel fest im Visier quälte ich mich teilweise massiv gegen meinen inneren Schweinehund zum Sport. Schon nach kurzer Zeit signalisierte mir mein Körper, dass mein plötzlicher Bewegungsdrang ungewohnt für meinen Bewegungsapparat war. Insbesondere mein Knie war mit der Gesamtsituation überfordert. Eine Unterbrechung des Trainings war für mich keine Option, also arbeitete ich gezielt mit Kräftigungsübungen an der stützenden Muskulatur des Knies und intensivierte die Einheiten auf dem Spinningrad. Es sind keine
schönen Einheiten, wenn man gegen den Schmerz trainiert, aber in meinem Fall notwendiges Übel auf dem Weg zum Ziel. Bereits nach relativ zwei Wochen verbesserte sich mein Knie und ein erstes Tal war durchschritten.

Organisation

Schnell durften wir lernen wie viel Aufwand auch die Gestaltung der Rahmenbedingungen unseres Vorhabens in Anspruch nahm. In den Abendstunden und am Wochenende mussten wir unseren Jahresurlaub sinnvoll planen, eine Inventur unseres Sportequipments machen und vorhandene Lücken schließen. Wir planten unsere Trainingstage, intensive Trainingslager und Vorbereitungswettkämpfe rund um unsere sonstigen Verpflichtungen und Termine. Wir suchten Reisen und Unterkünfte und buchten die entsprechenden Quartiere. Im Laufe der Zeit stellten wir immer wieder fest, dass auch der organisatorische Teil einen nicht unwesentlichen Part eines solchen Vorhabens ausmacht.

Training beginnen

Es ging nun darum mit dem konkreten Training zu beginnen. An erster Stelle stand für mich das Schwimmen. Damit ich meine Gelenke nicht zu sehr belasten würde, sollte das Training im Wasser die Grundlage meines Sportprogramms bilden. Zweimal die Woche vor der Arbeit war mein Plan. Flankieren wollte ich das Training auf unserem Spinningbike, einzelnen Laufeinheiten mit der Stirnlampe in der abendlichen Dunkelheit sowie Kräftigungstraining auf meinem kleinen Fitnesscenter, einer 1x2m großen Gymnastikmatte. Zusätzlich brachte eine Stunde Tennis pro Woche ein wenig Abwechslung in mein Sportprogramm. Ich nahm mir viel vor, doch nur so konnte ich den Grundstein des Erfolgs legen.

Die zweite Seite der Medaille war das Einläuten einer drastischen Ernährungsumstellung. Ich folgte dem Prinzip, dass der tägliche Energieverbrauch die Energiezufuhr möglichst stark übersteigen sollte. Mein Wasserkonsum wurde drastisch erhöht, meine Nahrungsaufnahme erheblich reduziert.

Die ersten Vorbereitungen

Nicht zuletzt seit meiner im Sinne der eigentlichen Aufgabenstellung mehr oder weniger gescheiterten Spontanidee einer Deutschland Tour mit dem Fahrrad in 2011 (siehe Bericht in der aktiv Radfahren 11-12/2011) wusste ich wie wichtig eine gute Vorbereitung ist. Ich begann die Vorbereitung und mein wöchentliches Training zu strukturieren. Meine Frau arbeitet als Fitnesstrainerin und hat somit wesentlich bessere Voraussetzungen als ich diese Herausforderungen zu bestehen.

Mir schwirrten zahlreiche Themen durch den Kopf, die es zu bearbeiten galt: Termin und Planung der Urlaubstage 2013, Reiseplanung, Trainingslager, Vorbereitungswettkämpfe, Material (z.B. Langlaufski) etc. Unser persönlicher Veranstaltungskalender für 2013 entstand:

Die Langlaufveranstaltung über 60 km bildete die erste große Hürde. Langlauf war bislang ein sporadisch betriebenes Hobby. Wir haben insgesamt dreimal in diesen Sport hinein geschnuppert. Unseren absoluten Amateurstatus erkennt man vor allem daran, dass wir nicht einmal in Besitz von Langlaufskiern sind. Das Ziel war somit eine möglich frühe Trainingsmöglichkeit in einem Skigebiet, in dem wir auch eine Langlaufausrüstung erwerben sollten. Somit entschieden wir uns vom 28.12.2012 bis 01.01.2013 den Grundstein für unser sportliches Jahr in Bayern zu legen. Skier shoppen und anschließend ein paar Tage erste Skierfahrung mit dem neuen Material sammeln. Ein bis zwei weitere Trainingslager am zweiten (11.-13.01.) und dritten (18.-20.01) Januar-Wochenende wurden im Harz geplant bevor es im Februar zum ersten Saisonhöhepunkt zur Engelbrektsloppet nach Norberg geht.

Die Idee - Mission 99,7

Es war Sonntagabend, der 18.11.2012 als ich auf unsere Waage stieg. 99,7 kg zeigte diese Waage an. Ich war schockiert. Die Grenze zum dreistelligen Gewicht nur einen Steinwurf entfernt. Für mich stand fest: Das muss sich ändern. Das Gewicht zu reduzieren, ist grundsätzlich kein Hexenwerk. Was zu tun war, war relativ einfach. Ernährung modifizieren und Sport.

Bezüglich der Ernährung gab es zahlreiche Ansatzpunkte. Die vergangenen Monate waren geprägt von spontanen Chipsabenden, gern genutzten Pizzaservices, zu viel Cola, unnötige Schokolade und täglich zwei vollwertigen Mahlzeiten mittags und abends. Der sportliche Aspekt war etwas schwieriger. Die Rahmenbedingungen waren komplex. Es sollte Spaß machen, keine Zeiten von der wertvollen Familienzeit abknapsen und mit meiner beruflichen Beanspruchung vereinbar sein. Es sollte ein gewisser Anreiz und ein motivierender Leistungsdruck dabei sein.

Eine Suche im Internet sollte mich bei der Lösung dieser Herausforderung unterstützen. Für 2013 hatten meine Frau und ich ohnehin geplant, das 2012 nicht vollendete Vorhaben der 300 km Rund um den Vätternsee zu Ende zu bringen. Die Anmeldung hierfür war bereits abgeschlossen. Nichtsdestotrotz war die Vätternrunde mein erster Anlaufpunkt für meine sportlichen Vorhaben. Ich stieß auf das Stichwort „En svensk klassiker“. Ich begann mich genauer mit dieser Veranstaltungsreihe zu beschäftigen. Bei Wikipedia fand ich Folgendes: „Ein schwedischer Klassiker“ (En svensk klassiker) ist die Bezeichnung für die Kombination von vier großen Langstreckensportwettbewerben. Die vier Wettbewerbe sind im Einzelnen: Wasalauf (Vasaloppet) oder Engebrektsloppet, Vätternrundan, Vansbrosimningen und Lindigöloppet Die Bewältigung aller vier Strecken innerhalb von 12 Monaten wird mit dem „Klassikerdiplom“ belohnt.“ Mein Interesse war geweckt. Damit das Vorhaben familienfreundlich ablaufen konnte, wurde meine Frau kurzerhand zur Teilnahme "verpflichtet". Es war 19:48 Uhr als die erste Anmeldung für das Vansbrosimningen für meine Frau und mich beendet war. Es folgte die Engelbrektsloppet um 20:51 Uhr und um 21:13 Uhr schloss ich mit der Lindigöloppet den Anmeldeprozess ab. Die ersten Startgelder zur Legitimation sich quälen zu dürfen, waren ausgegeben und ein Strauss neuer Aufgaben wartete darauf in Angriff genommen zu werden.

07.06.2013 - Aufbruch zur Vätternrunde

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